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Romantisch erotische Gedichte

mit den ersten Zeilen

 

Morgenklagen

( Johann Wolfgang Goethe )

 

Oh, du loses, leidig-liebes Mädchen,

sag mir an: womit hab' ichs verschuldet,

Daß du mich auf die Folter spannest

[...]

 

Das Tagebuch

( Johann Wolfgang Goethe )

 

Wir hören's oft und glauben's wohl am Ende:

Das Menschenherz sei ewig unergründlich,

Und wie man auch sich hin und wider wende,

So sei der Christe wie der Heide sündlich.

[...]

 

Das Hohelied

( Heinrich Heine )

 

Des Weibes Leib ist ein Gedicht,

Das Gott der Herr geschrieben

Ins große Stammbuch der Natur,

Als ihn der Geist getrieben

[...]

 

Harald

 

Er fürchtet nicht den Schleuderstein

Und nicht das sausende Erz, -

Was Harald fürchtete, war allein

Da drinnen sein heißes Herz

[...]

 

Der über uns

( Gotthold Ephraim Lessing )

 

Hans Steffen stieg bei Dämmerung (und kaum

konnt er vor Näschigkeit die Dämmerung erwarten)

in seines Edelmannes Garten

und plünderte den besten Apfelbaum.

[...]

 

Tempora Mutantur

( Rudolf Baumbach )

 

Stand ein Rosenstrauch im Mai

Blühend an sonniger Halde,

Flog ein lustiger Fink herbei

Aus dem schattigen Walde.

[...]

 

Die Zeit ist hin

( Theodor Storm )

 

Die Zeit ist hin, Du löst Dich unbewußt

und leise mehr und mehr von meiner Brust;

ich suche dich mit leisem Druck zu fassen,

doch fühl‘ ich wohl, ich muß dich gehen lassen

[...]

 

Die Schöne von hinten
( Gotthold Ephraim Lessing )

 

Sieh Freund! sieh da! was geht doch immer

Dort für ein reizend Frauenzimmer?

Der neuen Tracht Vollkommenheit,

Der engen Schritte Nettigkeit,

[...]

 

Eine neue Ballade, gedichtet für Mira L'Ydolle

( François Villon )

 

Die Bäume standen alle grau und krank

im Wald herum, weil in dem Bach der Tag ertrank.

Du aber warfst die Kleider fort vom Leib

und hast ein weißes Licht

mir angezündet, du, mein Abendweib,

[...]

 

Die Ballade von Villon und seiner dicken Margot

( François Villon )

 

Da regen sich die Menschen auf, weil ich

mit einem Mädchen geh, das sich vom Strich 

ernährt und meine Wenigkeit dazu.

Ich aber hab die Kleine doch so schrecklich gern,

und bürste ihr die Kleider, putz ihr die Schuh,

[...]

 

 

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